| Wozu das alles? |
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Vermittlungstechnik benötigt jeder, der ein Telefongespräch führen möchte. Der Begriff "Vermittlungstechnik" umschreibt das Verbinden zweier (oder mehrerer) Teilnehmer eines Telefonnetzes. Das Vermittlen von Gesprächen findet mehr oder weniger im Verborgenen statt, kaum jemand, der ein Telefon bedient, ahnt, was für ein gewaltiger Aufwand damit verbunden ist, Teilnehmer A mit Teilnehmer B zu verbinden. Die folgenden Seiten sollen einen Einblick in die Kunst der Vermittlungstechnik geben. Das Gebiet ist jedoch so umfangreich, dass es an dieser Stelle gerade einmal möglich ist, ein bisschen an der Oberfläche zu kratzen. Ein Netz, das nur aus zwei Teilnehmern besteht, braucht eigentlich keine Vermittlungstechnik. Die Auswahl, wer angerufen werden soll, fällt nicht sonderlich schwer: Es gibt ja nur den einen. Ab drei Teilnehmern wird es dagegen schon schwieriger; Teilnehmer A muss sich nun entscheiden, ob er mit Teilnehmer B oder Teilnehmer C sprechen möchte. Geht man davon aus, dass die Leitungen aller drei Teilnehmer in eine Art Zentrale führen, muss sich in dieser Zentrale "etwas" befinden, das die Verbindung entweder mit dem einen oder dem anderen Teilnehmer herstellt. Dies kann entweder ein Mensch oder eine Maschine sein. Grob lässt sich die Vermittlungstechnik chronologisch in drei Bereiche untergliedern: Vermittlung per Hand. Dies ist die "Vermittlung durch Menschen". In der Vermittlungsstelle saßen Menschen aus Fleisch und Blut, denen mündlich mitgeteilt wurde, mit wem man zu sprechen gedachte. Die Verbindung wurde daraufhin manuell durch Stecken hergestellt. Auf diese Technik wird auf diesen Seiten nur kurz eingegangen. Elektromechanische Vermittlung. Die Vermittlung wird durch eine "Maschine" erledigt, die in erster Linie aus elektromechanischen Relais und Wählern besteht, Elektronik gibt es wenig oder gar nicht. Auf dieser Technik liegt das Hauptaugenmerk dieser Seiten, sie wird detaillierter beschrieben und durch Fotos veranschaulicht. Die letzte elektromechanische Vermittlung in Deutschland wurde 1997 abgeschaltet. Obwohl bzw. gerade weil die elektromechanische Technik nun ausgestorben ist, lohnt es sich, einmal einen Blick darauf zu werfen. Ihr Verhältnis zur elektronischen Nachfolgerin verhält sich etwa so wie das der Dampflok zur E-Lok: Bei der Dampflok war Technik noch (be-)greifbar, pures Hingucken konnte eine Vorstellung von der Funktion vermitteln. Bei der E-Lok klappt das nicht mehr, die fährt von außen betrachtet einfach nur los und hält irgendwann wieder an. Elektronische Vermittlung. An die Stelle der elektromechanischen Komponenten tritt Elektronik. Im heutigen Fernmeldenetz wird komplett elektronisch vermittelt, auf diese Technik wird wiederum nur kurz eingegangen. |
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