| Der Wählersaal |
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Nun zum interessantesten Teil der Vermittlungsstelle: Dem Wählersaal. Hier standen die Gestelle, in denen die Wähler untergebracht waren. In der Mitte gab es einen breiten Gang, links und rechts davon standen die Gestelle, so dass viele schmale Gänge nach links und rechts abzweigten.
Die Geräuschkulisse im Wählersaal war bemerkenswert. Je nach Tageszeit war es hier manchmal so laut, dass man sich anschreien musste. Stand der Kollege direkt neben einem, reichte es aber meistens, mit etwas lauterer Stimme zu sprechen. Tausende von Relais und Wählern erzeugten Geräusche, die wohl am besten mit "Rrrrrrrrrrrrt" und "tack tack tack" umschrieben werden. Das Ganze überlagerte sich zu einem lauten Rauschen. Der ganze Raum wurde klimatisiert. Ältere Postler wussten zu berichten, dass die alten Strowger-Wähler während des Krieges auch noch tapfer ihren Dienst versahen, wenn das Dach der Vermittlungsstelle weggeflogen und durch eine Plane ersetzt worden war. (Die üblichen "Früher-war-alles-besser-Geschichten".) Die verweichlichten EMD hätten ihren Dienst in einer solchen Umgebung jedenfalls mit Sicherheit quittiert. Sie brauchten eine genau vorgegebene Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Außerdem vermute ich mal, dass die Klimaanlage auch dafür sorgte, dass nicht zu viel Staub in den Wählersaal gelangte. Das Öffnen der Fenster war jedenfalls verboten.
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