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Die Teilnehmerschaltungen Drucken
Jedem Teilnehmer war eine Teilnehmerschaltung (TS) zugeordnet, die aus zwei Relais bestand. Diese TS stellte beispielsweise fest, dass der Teilnehmer seinen Handapparat abgenommen hatte, und sagte nun dem Anrufordner Bescheid.

Beim System 55 verbargen sich die TS hinter solchen Blechabdeckungen. Die zweite von unten fehlt im Bild oben, so dass die Relais sichtbar sind.

Beim System 55v waren die Abdeckungen aus transparentem Kunststoff, so dass die Relais ständig zu sehen waren. Interessant sind die roten Kunststoff-Klammern, die zwischen den Kontakten einiger Relais stecken: Diese Anschlüsse sind gesperrt, da die Rechnungen nicht bezahlt worden sind. Der Teilnehmer konnte so zwar noch angerufen werden, jedoch nicht mehr selber wählen. Regelmäßig kamen Listen, auf denen verzeichnet war, welche Anschlüsse zu sperren oder wieder zu entsperren waren.

Jeweils 100 Teilnehmer wurden zusammengefasst, diesen wurden meist zehn Anrufsucher zugeordnet (je nach Gesprächsaufkommen). Das bedeutet, dass 10 % aller Teilnehmer ein abgehendes Gespräch führen konnten. Jedem Hundert waren weiterhin zehn Leitungswähler zugeordnet, so dass 10 % der Teilnehmer ein ankommendes Gespräch führen konnten. Es konnten also maximal 20 % der Teilnehmer gleichzeitig telefonieren. Das kommt einem relativ wenig vor, Erfahrungen haben aber gezeigt, dass dies ausreichend ist. (Außer vielleicht Silvester um Mitternacht.) Außerdem wird darauf geachtet, dass in einem Hundert private und geschäftliche Anschlüsse gemischt werden.

 
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