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Fangeinrichtung Drucken
Die großen Kisten auf dem folgenden Bild sind Fangeinrichtungen für Fangschaltungen, hier allerdings nicht in Betrieb.

Wie die funktioniert haben, bekomme ich nicht mehr richtig zusammen. Durch einen ganzen Wust von Klinkensteckern wurden sie mit einem Wählergestell verbunden. Wurde die Fangschaltung ausgelöst, wurden die Wähler, die am Aufbau der Verbindung beteiligt waren, blockiert, auch wenn der anrufende Teilnehmer aufgelegt hatte. Anhand der Stellung der Wähler konnte die Nummer des anrufenden Teilnehmers ermittelt werden: Man war nun eine ganze Weile beschäftigt, Wähler zu suchen und nachzusehen, in welcher Stellung sie waren. Wenn man Pech hatte, gehörte der Übeltäter nicht zu gleichen OVSt, schlimmstenfalls mussten Wähler quer durch Deutschland gesucht werden.

Der Teilnehmer löste die Fangeinrichtung durch Wählen einer Ziffer während des Gesprächs aus. Bereits während der Rufphase wurde das Gespräch vorbereitend gefangen, so dass der gerufene Teilnehmer auch dann die Fangeinrichtung auslösen konnte, wenn der Anrufer vor Abheben des Handapparats aufgelegt hatte.
Vielen Dank an Markus Stamm für diese Ergänzung!

So eine Fangschaltung funktionierte allerdings nicht, wenn man auch innerhalb von Deutschland mit der Ländervorwahl für Deutschland gewählt hatte. Man landetete dann in der Auslandsvermittlung – und dort waren keine Fangschaltungen mehr möglich.
Vielen Dank an Tom Kurpjuweit für diese Ergänzung!

Ähnliche Aktionen waren für Notrufverfolgungen erforderlich: Wenn jemand 110 oder 112 wählt und dann nur einmal in den Hörer ächzt (aber nicht auflegt), wird dessen Rufnummer ermittelt und ihm ein Besuch abgestattet. Mit der heutigen digitalen Vermittlungstechnik geht das alles viel schneller.

 
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