Zwei Plätze für EMD im Gestell (3. Gruppenwähler): Oben fehlt ein Wähler, der untere Platz ist besetzt. Oben lassen sich die Kontakte der Kontaktbank erkennen, die vom Kontaktarm des Wählers angesteuert werden können. Beim unteren Wähler sieht man den oberen Satz von vier Schaltarmen, der gerade nicht in Betrieb ist. Der untere Satz ist nicht sichtbar, er zeigt nach hinten auf die Kontaktbank.

Gegenüber den Leitungswählern auf der vorherigen Seite sind den 3. GW wesentlich weniger Relais zugeordnet.

Dieses Bild zeigt die etwas älteren Wähler des Systems 55, in diesem Fall sind es Anrufsucher (AS). Die Klinkenbuchsen im Bild unten links dienten dazu, dass sich ein Techniker auf einen Wähler (und damit auf ein Gespräch) schalten konnte. Das Folgesystem 55v hatte nur eine Buchse, dafür aber einen 24fachen Umschalter.

Dies sind Wähler des Systems 55v, links erkennt man den dicken 24fachen Umschalter.
Zwei Anschlüsse der OVSt 44 gehörten zu einem Geschäft, das Konzertkarten verkaufte. Während meiner Zeit in der Vermittlungsstelle konnte man dort ab einem bestimmten Tag Karten für ein sehr großes Konzert vorbestellen, die sehr begehrt waren. Bereits am Tag vorher hatte man in dem Geschäft die Hörer danebengelegt.
Die zugehörigen zehn Leitungswähler (LW) waren alle den kompletten Tag lang nur am Drehen, man konnte genau hören, wo sie saßen. Sie steuerten jeweils einen der beiden Anschlüsse an, der hoffnungsvolle Teilnehmer bekam das Besetztsignal und legte wieder auf. Daraufhin drehte sich der LW wieder in seine Ruhestellung und setzte sich sofort wieder in Bewegung, da der nächste sein Glück versuchte. Am Ende des Tages waren alle zehn LW fertig, sie schrien nur so nach Öl.
Jeder EMD hatte eine Ruhestellung, in die er seine Kontaktarme drehte, wenn ein Gespräch beendet war. Damit gab er zu erkennen, dass er wieder belegt werden konnte. Eine Ausnahme bildeten nur die Anrufsucher (AS), die nach Beendigung des Gespräches in der Stellung blieben, in der sie gerade waren.
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