| W 48 "Heliogen" |
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Dieser Apparat wurde kurz nach dem zweiten Weltkrieg in der sowjetisch besetzten Zone entwickelt. Er soll aber wohl nicht so besonders viel getaugt haben, daher wurden verhältnismäßig wenig Exemplare hergestellt. Auf den ersten Blick erinnert er an den [W 38], auf den zweiten Blick werden aber so einige Unterschiede deutlich: Das Gehäuse hat im unteren Bereich seltsame Kanten und die Erdtaste sitzt kurz vor der Gabel. Apropos Gabel: Die bewegt sich nicht wie bei den anderen Apparaten, dafür gibt es in der Mitte eine Art Knopf: Der Gabelumschalter ist kurioserweise mit in der Gehäusekappe untergebracht, eine eigene Zuleitung verbindet ihn mit der Grundplatte. Die Oberfläche des Nummernschalters ist nicht eben, die Ziffern sind etwas vertieft. Das hat erstens zur Folge, dass sie wunderbar verdrecken, und zweitens kratzt man beim Wählen mit dem Fingernagel über die Vertiefungen, was wiederum zur Folge hat, dass sich einem die Fußnägel aufrollen. Der Apparat wurde jedoch auch mit anderen Nummernschaltern gefertigt. Außerdem gab es den Heliogen auch ohne die beiden abgesetzten Kanten am Gehäuse. Ob der Apparat tatsächlich erst nach dem Krieg entwickelt worden ist oder – wenn auch vielleicht ein bisschen von diesem hier abweichend – bereits vorher produziert wurde, ist mir nicht bekannt; ich könnte es mir aber vorstellen. Die folgenden Bilder zeigen einen Apparat, den ich einmal über eBay ersteigert habe, weil er so nach Heliogen aussah. Schnell stellte sich aber heraus, dass es keiner ist. Das wirft zwar die Frage auf, was es denn nun ist, aber ich habe – kurz gesagt – keine Ahnung. Das Ding ist bestimmt irgendwie mit dem Heliogen verwandt und kommt irgendwo aus dem ehemaligen Ostblock. (Ich tippe auf Ungarn.) Die Fingerlochscheibe ist aus Blech. Mehr kann ich dazu aber nicht sagen. |
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