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Der Klassiker schlechthin: W 48 Drucken
Identifizieren von Modell 36, W 38, W 48, W49: [hier]

Mein W 48 (schwarz)
Hersteller: Krone
Baujahr: Februar1958
Postapparat:  ja

Das ist es, das Telefon des Wirtschaftswunders. (Konstruktionsjahr 1948, Weiterentwicklung des [W 38].) Das Gehäuse besteht (wie beim W 38) komplett aus Bakelit, einem frühen Kunststoff, der noch nicht im Spritzgussverfahren hergestellt wurde sondern durch Pressen. Das Zeug ist leider relativ spröde, so dass es leicht bricht. Die Grundplatte besteht jedoch noch aus Stahl.

Wenn man den W 48 nicht gerade fallen ließ und den Handapparat nicht allzu heftig auf die Gabel schmiss, hielt er ewig. Er bot genau das, was man zum Telefonieren brauchte, nicht mehr und nicht weniger: Hören, Sprechen, Verbindungen aufbauen und Verbindungen trennen. Komfortablen Schnickschnack, wie zum Beispiel eine Möglichkeit, die Lautstärke des Weckers zu regulieren, suchte man jedoch vergebens.


Das Bild oben zeigt das Innenleben eines anderen W 48 (mit Erdtaste).


(GU: Gabelumschalter, diese Kontakte werden durch die Gabel geschaltet. nsa, nsi, nsr: Kontakte des Nummernschalters. Näheres siehe [hier].)

Mein W 48 (elfenbein)
Hersteller: Krone, Nummernschalter DFG
Baujahr: Februar 1958
Postapparat:  ja

Wer bereit war, monatlich etwas mehr Geld auszugeben, bekam den W 48 auch in weiß ("Elfenbein"), siehe oben. Das war natürlich kein echtes Elfenbein sondern ebenfalls ein früher Kunststoff, der weder besonders lichtbeständig noch besonders schlag- und kratzfest war, gut erhaltene elfenbeinfarbene Apparate sind daher selten. Mein Elfenbein-W-48 ist auch schon reichlich ramponiert; einige Teile sind abgesplittert, und die Hörerschnur hat es definitiv hinter sich.

Der W 48 war der letzte Apparat "vom alten Schlag" (abgesehen vom W 49, siehe folgende Seite) und ist in recht hohen Stückzahlen produziert worden. Gerade weil er so schön aussieht und recht gut verfügbar ist, wurde er spätestens in den Neunzigerjahren zum Kult-Objekt. Die Telekom bot einen Nachbau an, bei [Manufactum] ist ein solcher noch heute erhältlich (hergestellt von [Reiner]).

Da W 48 und Verwandte kaum noch in Aktion anzutreffen sind, gibt es hier eine MP3-Datei, die die Geräusche eines solchen Apparates noch einmal lebendig werden lässt. Zu hören ist: Abnehmen des Handapparates, Wählen der Ziffern 1-5-0, Auflegen des Handapparates und dreimaliges Klingeln. (Das letzte Klingeln ist etwas kürzer.) Die Datei (305 KB) gibt's [hier].

Ersatzteile wurden offiziell für die Post bis 1980 gefertigt. Die folgenden Typen des W 48 und des [W 49] wurden hergestellt:

W 48
W 49
ohne Erd- und Flackertaste
W 48 mT mit Erd- und Flackertaste
W 48a
W 49a
mit umschaltbarem Wecker,
ohne Erd- und Flackertaste
W 48a mT
W 49a mT
mit umschaltbarem Wecker,
ohne Erd- und Flackertaste.
mit umschaltbarer Erd- und
Flackertaste
W 48a uSz
W 49a uSz
mit umschaltbarem Wecker,
mit umschaltbarem Schauzeichen,
ohne Erd- und Flackertaste
W 48a uSz mT
W 49a uSz mT
mit umschaltbarem Wecker,
mit umschaltbarem Schauzeichen,
mit Erd- und Flackertaste (nicht umschaltbar)

Der W 48 bei Wikipedia: [http://de.wikipedia.org/wiki/W48]
 
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