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Groschengrab: Tln Mü 55b Drucken

 

Mein Tln Mü 55b
Hersteller: Hagenuk
Baujahr: 1965, Instandsetzung 1970
Postapparat:  ja

Dieser Apparat heißt mit vollem Namen "Teilnehmer-Münzfernsprecher 55b". Er stand in Kneipen, kleineren Hotels und an anderen Orten, an denen den Anwesenden die Möglichkeit eines Ortsgespräches gegeben werden sollte – für das sie allerdings zu zahlen hatten. Geleert wurde der Apparat nicht von der Post sondern vom Teilnehmer, der den Apparat aufgestellt hatte. Dazu konnte er mit Hilfe eines Schlüssels eine kleine Kassette aus dem vorderen Bereich des Apparates ziehen.

Rechts am Apparat befindet sich ein Schlüsselschalter. Ich weiß nicht genau, wozu er gedient hat, ich vermute, dass damit auch das Telefonieren ohne Münzeinwurf und das Führen von Ferngesprächen ermöglicht wurde. Da ein Ortsgespräch früher unbegrenzt 20 Pf kostete, konnte auf eine aufwändige Gebührenimpulsüberwachung verzichtet werden. Allerdings musste sichergestellt werden, dass wirklich keine Gespräche quer durch die Republik geführt wurden. Dazu befindet sich ein unglaublich komplizierter Sperrnummernschalter in dem Apparat, Näheres dazu [hier]. Mehr über öffentliche Münzfernsprecher erfahren Sie [hier].


(Anklicken zum Vergrößern.)

Der Tln Mü 55b bei Wikipedia:
[http://de.wikipedia.org/wiki/Teilnehmer-M%C3%BCnzfernsprecher_55b]

 
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