| Tiefpunkt: Signo |
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Urg, das war vielleicht ein furchtbares Ding! Nun scheint die Post festgestellt zu haben, dass Material sehr billig und Arbeitszeit sehr teuer geworden ist. Dieser Apparat wurde nicht mehr repariert sondern im Fall eines Defekts unbesehen weggeschmissen. Dieses Exemplar stand bei einer Freundin von mir, wo er nach einigen Wochen des Geist aufgab. Die Post brachte daraufhin ein Neugerät und nahm den alten Apparat nicht einmal mit. Wo ich den Handapparat gelassen habe, weiß ich auch nicht. Macht aber nichts, genau wie der Rest sah er nicht sonderlich spektakulär aus. (Oder vielleicht doch? Immerhin wurde der Signo 1991 auf der CeBit mit einem Designpreis ausgezeichnet.) Der ganze Apparat besteht aus billig wirkendem Plastik und ist so leicht, dass er bei leichtem Zug an der Hörerschnur sofort vom Tisch fällt. Um die Lautstärke des Weckers zu regulieren, drehte man bisher den Apparat um und stellte sie mit einem Regler ein – fertig. Beim Signo dagegen nimmt man den Hörer ab, drückt auf eine Taste mit einem Pfeil, der in ein Quadrat zeigt, dann die Fünf, und dann die Eins für leiser oder die Vier für lauter. Abschließend drückt man dann wieder auf den Pfeil, der in ein Quadrat zeigt und legt den Hörer auf. Damit sind mit Sicherheit nicht nur alte Omas überfordert, das kann sich kein Mensch merken. Deshalb findet man den Ablauf auch noch mal in einer Art kryptischen Höhlenmalerei auf dem Boden des Apparats eingeprägt. Mithilfe der unteren Zeile konnte man vermutlich einstellen, mit welcher "Melodie" die Anrufsignalisierung erfolgen sollte.
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