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Was ist was? Identifikation von Modell 36, W 38, W 48 und W 49 Drucken
Von außen sind diese Apparate gar nicht so einfach auseinander zu halten, vor allem auf kleinen verschwommenen eBay-Bildchen oder im Gewühl auf dem Flohmarkt. Diese Seite soll eine kleine Hilfestellung bieten; der allergrößte Teil der Apparate dürfte damit identifizierbar sein. Allerdings werden die hier dargestellten Merkmale nicht auf alle Apparate zutreffen. Das hat erstens damit zu tun, dass diese Apparate millionenfach von unterschiedlichen Herstellern produziert wurden, und es somit jede Menge Abweichungen von der Norm geben kann. Zweitens waren die Apparate meistens viele Jahre im Einsatz, bei Reparaturen wurden oft keine Originalteile verwendet. Und drittens sind meine Kenntnisse sicherlich auch lückenhaft – wer Ergänzungen oder Korrekturen hat, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen.

Fünf Typen

Im Folgenden wird in fünf unterschiedliche Typen unterschieden:

Modell 36. Die ursprüngliche Variante, die nie von der Post eingesetzt wurde, siehe auch [hier].

W 38 DRP. Der von der Reichspost eingesetzte Nachfolger des Modells 36, siehe auch [hier].

W 38 DP. Eingesetzt von der Deutschen Post in der DDR, Nachfolger des W 38 DRP, siehe auch [hier].

W 48. Eingesetzt von der Deutschen Bundespost in der Bundesrepublik, ebenfalls als Nachfolger des W 38 DRP, siehe auch [hier].

W 49. Der als Tisch- und Wandapparat einsetzbare "TiWa" der Deutschen Bundespost. Als Wandapparat ist er leicht zu erkennen, umgebaut als Tischapparat ähnelt er sehr den oben erwähnten Apparaten, siehe auch [hier].

"W 38 DRP" und "W 38 DP" sind keine offiziellen Bezeichnungen, sie werden hier nur verwendet, um besser zwischen den beiden Apparaten unterscheiden zu können.

Erster Hinweis: Einsprache des Handapparates

Hinten: Modell 36, W 38 DRP, W 38 DP

Mitte: W 48, W 49, frühe Version

Vorne: W 48, W 49, spätere Version

Zweiter Hinweis: Zuführung der Leitungen

Gute Anhaltspunkte sind die Zuführungen der Leitungen, da man sie auf den ersten Blick erkennen kann.


Modell 36. Handapparat von der Seite, Anschluss von hinten, aber nicht in der Mitte sondern leicht versetzt.


W 38 DRP, W 48 und W 49. Handapparat von der Seite, Anschluss von hinten in der Mitte. Es soll auch den W 38 DP in dieser Bauform gegeben haben, ich persönlich habe aber noch keinen in der Hand gehabt.


W 49. Handapparat von der Seite, Anschluss von hinten (wie W 38 DRP und W 48). Weitere Hinweise sind das zusätzliche Rähmchen für die Rufnummer und die beiden Schrauben im unteren Bereich des Gehäuses.


W 38 DP. Handapparat und Anschluss von hinten.

Dritter Hinweis: Grundplatte

 

Die Grundplatten von Modell 36, W 38 DRP, W 48 und W 49 sind aus Stahl (links). Der W 38 DP hat fast immer eine Grundplatte aus Bakelit (rechts), allerdings nicht immer. Frühe Versionen haben ebenfalls noch eine Stahl-Grundplatte.

Vierter Hinweis: Farbe

 

Die Farbe Elfenbein deutet auf W 48 oder W 49 hin, die übrigen Apparate gab es fast (!) ausschließlich in schwarz. (Den W 38 DRP gab es auch in Elfenbein, die sind aber extrem selten. Der W 48 ist teilweise auch in anderen Farben gefertigt worden, zum Beispiel in rot oder grau. Auch diese Exemplare sind nur sehr selten anzutreffen.)

Fünfter Hinweis: Schrauben beim TiWa

 

Den W 49 erkennt man vorne an einer Schraube unter dem Rähmchen für die Rufnummer und an einer Kante im Gehäuse unterhalb des Nummernschalters (links, Anklicken zum Vergrößern). Bereits weiter oben erwähnt: Weitere Merkmale sind die beiden Schrauben von hinten und das zweite Rähmchen, das im Wandbetrieb die Rufnummer trägt (rechts).

 
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