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Hören und hören lassen: der Handapparat Drucken
Was verbirgt sich eigentlich im Handapparat? Bis einschließlich FeAp 61 war es ohne die Zuhilfenahme von Werkzeug möglich, einfach mal nachzusehen. Man brauchte nur ein bisschen zu drehen, und schon offenbarte der Handapparat sein Innenleben.

Das Bild zeigt, was einem beim Öffnen des Handapparates eines W 48 alles entgegen kommt. Auf der linken Seite wird gehört, hier liegt die Hörkapsel, die funktioniert wie ein gewöhnlicher Lautsprecher. Auf der rechten Seite liegt die Sprechkapsel, ein Kohlegrießmikrofon. Eine Membran wird durch das Sprechen in Schwingungen versetzt und drückt auf eine Ladung Kohlekörner. Die werden entsprechend der Schwingungen zusammengedrückt und ändern damit ihren elektrischen Widerstand. Das ist simpel, und genau so war auch die Tonqualität.

Der Pfeil in obigem Bild zeigt auf den "Gehörschutzgleichrichter", der einfach aus zwei antiparallel geschalteten Dioden besteht. Diese Gleichrichter wurden irgendwann während der Produktion des W 48 eingesetzt, und das war wirklich keine schlechte Idee. Wer einmal ohne Gehörschutzgleichrichter mit dem Handapparat am Ohr auf die Gabel gedrückt hat, weiß das kleine Ding zu schätzen; ohne knallt es nämlich ganz gewaltig. Mit dem Gehörschutzgleichrichter kamen zum ersten Mal Halbleiter in den Apparaten zum Einsatz.


W 28

W 38

W 48/W 49, alte Version

W 48/W 49, neue Version

Um festzustellen, was für einen Handapparat man vor sich hat, sieht man sich am besten die Einsprache an; entsprechende Bilder finden Sie oben. Irgendwann während der Produktion des W 48 überlegte man sich, dass die Anzahl der Löcher der Einsprache mal erhöht werden könnte: Ein alter W 48 ist daran zu erkennen, dass er weniger Löcher in der Einsprache aufweist.

Vom Handapparat des Modell 36/W 38/W 48/W 49 gibt es zwei Varianten, die sich ganz leicht voneinander unterscheiden:

Der obere stammt von meinem [Modell 36], der untere vom [W 38 Wandapparat]. Wann welcher Typ zum Einsatz kam, ist mir nicht bekannt; der obere scheint jedenfalls wesentlich verbreiteter zu sein.


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