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OB, ZB, W & Co: Bezeichnungen alter Apparate Drucken
Jedes Kind muss seinen Namen haben, Telefonapparate machen da keine Ausnahme. Alte deutsche Apparate haben in der Regel eine Typbezeichnung, die mit einem oder mehreren Buchstaben beginnt. Diese Buchstaben geben Auskunft über die Art des Apparates, eine nähere Erläuterung folgt weiter unten. Nach den Buchstaben folgt eine Zahl, deren erste zwei Ziffern Aufschluss über das Konstruktionsjahr des Apparates geben. Der W 48 ist also 1948 konstruiert worden, der FeTAp 611 im Jahr 1961. (Wurde in diesem speziellen Fall allerdings erst ab 1963 eingesetzt.) Nach dieser Bezeichnung folgen manchmal weitere Kürzel wie zum Beispiel "m. T." für "mit (Erd-)Taste".

Bei den Buchstabenkürzeln unterschied man anfangs zwischen Apparaten mit Ortsbatterie (OB), bei denen die Stromversorgung durch eine Batterie vor Ort erfolgte, und Apparaten mit Zentralbatterie (ZB). Der Zusatz SA (Selbstanschluss) fand sich auf Apparaten, an denen sich statt der Kurbel bereits ein Nummernschalter befand, zum Beispiel ZB SA 24, teilweise fiel das ZB auch weg. Die Abkürzung ZB SA wurde später durch ein schlichtes W ersetzt, typische Vertreter sind W 28, W 38, W 48 und W 49. Ein M kennzeichnete einen Münzfernsprecher. Als man 1961 zum 611 kam, erübrigte sich das W so langsam, da Apparate ohne Wählscheibe nun eher eine Ausnahme wurden. Zur 611 gesellten sich Abkürzungen wie FeTAp für Fernsprech-Tisch-Apparat. Etwa Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger hielt man klangvollere Namen für angemessen, und es entstanden Kunstworte wie Signo, Modula oder Actron.

 
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