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Nebenstellenanlagen Drucken
Firmen brauchen in der Regel mehr als nur einen Telefonapparat. Dazu werden ein oder mehrere Amtsleitungen bis zu der betreffenden Firma verlegt und dort mit einer Nebenstellenanlage verbunden. Jeder Apparat, der an die Nebenstellenanlage angeschlossen ist, kann nun mit jedem anderen Nebenstellenapparat verbunden werden. Weiterhin kann (meist durch Wählen einer Null) eine Verbindung mit dem öffentlichen Netz hergestellt werden. Soll ein Gespräch von einem Nebenstellenapparat an einen anderen vermittelt werden, geschieht dies durch Drücken einer Erdtaste am Apparat, danach wird die Nummer der anderen Nebenstelle gewählt.

Nebenstellenanlagen großer Konzerne konnten schnell die Größe von Vermittlungsstellen kleiner Städte erreichen. Die folgenden Bilder zeigen eine solche Nebenstellenanlage und die Telefonzentrale einer großen Firma. Die Nebenstellenanlagen wurden in der Regel nicht von der Post errichtet und betrieben, sondern von den Herstellern, die zumeist auch die Post mit Vermittlungstechnik und Apparaten belieferten, zum Beispiel SEL, DeTeWe oder Mix & Genest.


Groß-Citomat, Wählersaal [8]


"Moderner Groß-Citomat, zweiplätziges Vermittlungspult" [8]

Anstatt mit Wählern waren Nebenstellenanlagen teilweise mit Koordinatenschaltern ausgerüstet; in öffentlichen Vermittlungen der Post wurden sie jedoch (zumindest in Westdeutschland) nicht eingesetzt. In anderen Ländern – wie in Schweden – waren sie jedoch verbreiteter. Koordinatenschalter sind wartungsärmer als Wähler, der Aufbau entspricht einer Matrix. Die einzelnen Kreuzungspunkte der Spalten und Zeilen konnten gezielt angesteuert und miteinander verbunden werden. Die folgenden Bilder zeigen eine Nebenstellenanlage mit Koordinatenschalter und ein einzelnes Exemplar.


Zentrale im Stand-Wandschrank [8]


Koordinatenschalter [8]

Näheres zum Thema Nebenstellenapparate finden Sie [hier].

 
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