| Das Kesselhaus |
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In diesem Gebäude befanden sich die Kessel. Mithilfe der bei der Verbrennung der Kohle erzeugten Wärme wurde in den Kesseln das Speisewasser verdampft. Dieser Dampf wurde dann den Turbinen im Maschinenhaus zugeführt. Über die Bandbrücke wurde die Kohle – wahrscheinlich aus unterirdischen Bunkern – in die Kessel befördert. Rechts das Kesselhaus, im Hintergrund das Maschinenhaus. Diese Schilder ließen uns von einer eigehenderen Inspektion des Kesselhauses absehen, man muss ja auch nicht alles gesehen haben. (c: Dementsprechend gibt es keine Bilder aus dem Innern des Kesselhauses, nur einige Vermutungen: Ich nehme an, dass es sich um ein Sammelschienenkraftwerk handelte, d. h. es gab keine feste Zuordnung zwischen Kessel und Turbine. Der erzeugte Dampf wurde einer Dampfsammelschiene zugeführt und von dort an die Turbinen verteilt. (Heute wird in Kraftwerken ein Kessel einer Turbine fest zugeordnet, man spricht dann von einem "Kraftwerksblock".) Weiterhin nehme ich an, dass es sich aufgrund des Alters der Anlagen noch um Wanderrostkessel handelte, in denen die Kohle unzerkleinert verbrannt wurde. (Heute wird die Kohle in Kohlemühlen zermahlen, dieser Kohlestaub wird dann in die Brennkammern gblasen.) Ganz auszuschließen ist jedoch nicht, dass es hier bereits Kohlemühlen gegeben hat. Relativ klar dürfte dagegen sein, dass es sich um Natur-Umlauf-Kessel handelte. In senkrechten Röhren, die von außen beheizt wurden, verdampfte das Speisewasser, der Dampf sammelte sich im oberen Bereich des Kessels in einer so genannten Trommel. Die Trommel war ein liegender Stahlzylinder, aus dem dann der Dampf in die Sammelschienen geleitet wurde. Wasser bzw. Dampf zirkulierten im Kessel aufgrund natürlicher Konvektion. Heute baut man im Allgemeinen Zwangdurchlaufkessel (Benson-Kessel), bei denen der Durchfluss durch die Kesselspeisepumpe erzeugt wird. |
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