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Das war's dann wohl. Drucken

Das Kraftwerk Harbke am Wochenende, die Abrissarbeiten ruhen. Eine seltsame Stimmung. Gespenstische Ruhe, jedenfalls fast. Irgendwo tropft Wasser, eine Tür knarrt im Wind, ein Vogel flattert davon. Und irgendwie das Gefühl, dass die Geräusche aus der Zeit des regen Betriebes in den leeren Räumen noch widerhallen. Brüllende, klappernde und summende Maschinen, rufende, lachende und fluchende Menschen. Irgendwie hat man das Gefühl, dass gleich alle wieder zur Tür hereinkommen und weiterarbeiten.

An der Garderobe hängen noch die Arbeitsjacken, im Regal stehen die Akten, auf einer Heizplatte steht noch der Wasserkessel. Es hat den Anschein, als wäre das Ende plötzlich gekommen, von einem Tag auf den anderen. Im Maschinenhaus liegt noch ein neuer Rotor für einen der Generatoren, frisch angefertigt für die uralte Maschine – nur nicht mehr eingebaut. Das alte Gebäude mit den Rundbogenfenstern hat nagelneue Dachbalken – nur gedeckt wurde das Dach nicht mehr.

Fast riecht es ein wenig nach Krieg. Alle sind plötzlich geflüchtet, Zerstörung und Verwüstung sind allgegenwärtig. Es ist beklemmend.

Natürlich: Es gab kaum eine andere Möglichkeit. Die Anlagen waren uralt, irgendwelche Formen von Umweltschutzeinrichtungen waren nicht vorhanden (aus Richtung Westen hat man ohnehin schon immer mit gefurchten Brauen auf die qualmenden Schlote geblickt). Durch die Stilllegungen der Tagebauten in der Umgebung hat die Braunkohle nicht mehr in unmittelbarer Nähe zur Verfügung gestanden. Trotzdem muss es für die Leute, die hier gearbeitet haben, bitter gewesen sein, auch wenn ich das als "Wessi" vielleicht gar nicht in vollem Umfang nachfühlen kann.

Einige Links zum Karftwerk Harbke sind [hier] zu finden

 
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